Institut für Deutsche Philologie
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4.7.2 Zwischenprüfungsaufgaben Mediävistik

Hinweise zu Aufbau und Inhalt der Zwischenprüfung sowie alte Prüfungsaufgaben in Germanistischer Mediävistik

4.7.2.1. Aufbau und Inhalt
    4.7.2.1.1 Übersetzung eines alt- oder mittelhochdeutschen Textes
    4.7.2.1.2 Sprachgeschichtliche Analyse
    4.7.2.1.3 Interpretation und Situierung im historischen Kontext
4.7.2.2. Prüfungsaufgaben

4.7.2.1 Aufbau und Inhalt

Die Zwischenprüfung besteht aus einer dreistündigen Klausur. Hilfsmittel sind nicht zulässig. Die Aufgaben werden nicht zentral gestellt, sondern zu jedem mediävistischen Proseminar (Stufe II) des unmittelbar vorangehenden Semesters steht eine Klausur zur Wahl. Damit wird den individuellen Interessen der Studierenden Rechnung getragen, die sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten können.

Die Klausur umfasst dabei folgende Unterpunkte 1.1 bis 1.3:

4.7.2.1.1 Übersetzung eines alt- oder mittelhochdeutschen Textes

Der mittelhochdeutsche Text umfasst etwa 35 Verse; der althochdeutsche Text hat eher einen geringeren Umfang. Zu den Texten können Übersetzunghilfen gegeben werden.

Bei frühneuhochdeutscher Literatur wird rechtzeitig im kommentierten Vorlesungsverzeichnis angegeben, ob die Klausur mit den Prüfungsanforderungen der Deutschen Sprache und Literatur des Mittelalters vereinbar ist.

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4.7.2.1.2 Sprachgeschichtliche Analyse

Die Zwischenprüfungsordnung sieht ausdrücklich die Überprüfungvon Grundkenntnissen in der Grammatik des Alt- oder Mittelhochdeutschen vor. Die Klausur greift deshalb auch auf das in den Einführungsseminaren (Stufe I) vermittelte Grundwissen zurück, das nun auf die je besonderen Gegebenheiten der im Proseminar (Stufe II) behandelten Texte angewandt werden soll. In der Regel werden die Fragen zum vorliegenden Text unter folgenden Aspekten aufgefächert:

  • 2 Fragen zur Lautgeschichte (z.B. Lautverschiebungen, Umlaut, Dialekt)
  • 2 Fragen zur Morphologie (v.a. Morphologie starker und  schwacher Verben)
  • 1 Frage zur Syntax (v.a. Abweichungen vom Nhd. wie Negation/exzipierende Sätze, Genitivkonstruktionen)

oder

  • 1 Frage zur Wortbildung
  • 2 Fragen zur (Wort)-Semantik (v.a. Bedeutungsgeschichte von Leitbegriffen der höfischen Literatur)

Zu jeder Frage können Wahlmöglichkeiten angeboten werden.

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4.7.2.1.3 Interpretation und Situierung im historischen Kontext

Hier geht es zunächst und vor allem um die Analyse und Interpretation des vorgelegten Textes, der dann im Vergleich mit anderen Texten in seine literarischen und historischen Zusammenhänge gestellt wird.

So textnah wie möglich sollen Grundprobleme wahlweise der Textüberlieferung und Textkritik, des Verschriftlichungsprozesses und der Rhetorik, der Metrik und der Gattungsgeschichte demonstriert werden.

Die Lösung dieser Aufgaben wird durch gezielte Einzelfragen disponiert und erleichtert. Sie greifen auf die systematischen und methodischen Schwerpunkte zurück, die im jeweiligen Proseminar zu bestimmten literarischen Funktions- und Problemzusammenhängen der Formen-, Gattungs-, Stoff- und Themengeschichte gesetzt worden sind. Darüber wird der Dozent/die Dozentin des betreffenden Proseminars genauere Auskunft geben.

Zur weiteren Information dienen:

Bei prüfungsrechtlichen Zweifelsfragen, wenn es z.B. um die Anerkennung von Zwischenprüfungszeugnissen, um den Einspruch gegen Prüfungsergebnisse geht, wenden Sie sich an den Vorsitzenden des zuständigen Prüfungsausschusses.

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4.7.2.2 Prüfungsaufgaben

Die Zwischenprüfungen in Germanistischer Mediävistik sind seminarspezifisch.  Die einzelnen (v.a. textbezogenen) Aufgaben sind also an den Stoff des zuvor besuchten PS II angelehnt.

Die folgenden Prüfungsaufgaben sind folglich nur "exemplarisch" zu verstehen. Im Allgemeinen ist zu empfehlen, sich bei Fragen zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung in Germanistischer Mediävistik an die/den jeweilige(n) Seminarleite(in) zu wenden (siehe Personen).


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