Institut für Deutsche Philologie
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich
Hon, Jan

Dr. Jan Hon

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Prof. Waltenberger

Kontakt

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstr. 3 RG
80799 München

Raum: Schellingstr. 7 / 112
Telefon: +49 (0)89 2180-6369

Sprechstunde:
nach Vereinbarung per E-Mail

Zur Person

  • 2002–2008 Studium der Germanistik und Slavistik (Bohemistik) an den Universitäten Prag, Erlangen und München
  • 2008–2013 Promotionsstudium an der LMU München und UC Berkeley (Promotion zum Dr. phil. an der LMU im Februar 2014)
  • 2008–2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 573 ('Pluralisierung und Autorität in der Frühen Neuzeit', TP A3 'Auctoritas und imitatio veterum' – Projektleiter Prof. Dr. Jan-Dirk Müller)
  • 2011–2012 Kollegiat im Internationalen Doktorandenkolleg 'Textualität in der Vormoderne'
  • seit 2013 wissenschaftlicher Assistent am Institut für deutsche Philologie im Fachbereich germanistische Mediävistik (sukzessive LS Strohschneider, LS Kellner und LS Waltenberger)

Curriculum Vitae (PDF)

Forschungsschwerpunkte

  • Historische Theorie und Praxis der Übersetzung
  • Narratologie
  • literarische Kontakte im Mitteleuropa des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
  • ältere jiddische Literatur
  • Mittelalterrezeption
  • früher Buchdruck
  • Editionsphilologie
  • religiöse Kommunikation in der Vormoderne

Laufende Forschungsprojekte

Habilitationsprojekt: "Narrative Textmedien des Heils"

Das Projekt untersucht die ästhetischen, narrativen sowie medialen Strategien von Erzähltexten wie Legenden, Bibelepen oder manchen mystischen Schriften, mit deren Hilfe sich diese als unmittelbare Heilsspender inszenieren.

Forschungsprojekt: "Höfische Künste, interkultureller Austausch und politische Identitäten: Böhmen 1230–1500"

Das Projekt, finanziert durch die Exzellenzinitiative der LMU, untersucht die interkulturellen Kontakte im spätmittelalterlichen Ostmitteleuropa mit einem Schwerpunkt auf der Rezeption der deutschsprachigen höfischen Literatur in Böhmen. Im Zentrum stehen dabei folgende, aufeinander zu beziehende Phänomenbereiche: 1) die autochthonen Formen, in denen die 'importierte' deutschsprachige höfische Literatur fortgeführt wird, ihre spätere deutsch- wie tschechischsprachige Rezeption sowie das Verhältnis zur lateinischen literarischen Tradition; 2) die spannungsvollen Prozesse der Bildung politischer und kultureller Identitäten bei deutsch- wie tschechischsprachigen Personen, Gruppen und Ständen; 3) die Inanspruchnahme der höfischen Künste durch unterschiedliche Rezipientengruppen, und das sowohl in synchroner als auch in diachroner Perspektive. Die Überlieferungslage zeigt u.a. deutlich, dass die einschlägigen Texte noch lange nach ihrer Entstehung rezipiert wurden - viele von ihnen sind erst in Handschriften aus dem 15. Jahrhundert überliefert. Daher soll im Rahmen des Projekts zum ersten Mal dieses 'zweite' Leben der Texte in den Vordergrund treten und sie im Hinblick auf ihre Rolle in den Diskursen des ausgehenden Mittelalters untersucht werden.

Tagung: "Transformationen höfischer Diskurse im Ostmitteleuropa des Spätmittelalters"

Freitag, 29.6.2018, ab 9:15 Uhr im Historicum, Schellingstr. 12, Zi. 226

Programm (PDF, ca. 1,4 MB)

nach oben

Publikationen (in Auswahl)

Monographie

  • Übersetzung und Poetik. Der deutsche Prosaroman im Spiegel tschechischer Übersetzungen der Frühen Neuzeit, Heidelberg: Winter, 2016 (Studien zur historischen Poetik 21).

Edition

  • Hendrikje Hartung, Jan K. Hon, Florian Kragl, Ulf Timmermann (Hg.): Laurin, Stuttgart: Hirzel, 2016 (Relectiones 4).

Aufsätze

  • Die Melusine Thürings von Ringoltingen und das Berner Münster, in: Berner Zeitschrift für Geschichte 3/2017, S. 57–66.
  • Religionsfreiheit und die Pikareske. Ein Versuch über Niclas Ulenharts History von Isaac Winckelfelder und Jobst von der Schneid, in: Jan Mohr, Carolin Struwe und Michael Waltenberger (Hg.): Pikarische Erzählverfahren. Zum Roman des 17. und 18. Jahrhunderts, De Gruyter: Berlin/Boston 2016 (Frühe Neuzeit 206), S. 159–178.
  • Die deutsche Volkssprache als Vermittlerin der Nationalidentität: Heinrich Pantaleon bei Nikolaus Brylinger, in: Jan-Dirk Müller und Elsa Kammerer (Hg.): Imprimeurs et libraires de la renaissance. Le travail de la langue, Basel: Droz, 2015 (Travaux d’Humanisme et Renaissance 549), S. 508–519.
  • Late Medieval German Verse Romances and their Czech Adaptations. Research Perspectives, in: Slovo a smysl / Word & Sense 22 (2014), S. 13–37.
  • Alexander Huges Briefrhetorik und die Autorität der Mustertextsammlung, in: Georg Strack und
    Julia Knödler (Hg.): Rhetorik in Mittelalter und Renaissance. Konzepte – Praxis – Diversität,
    München: Herbert Utz Verlag, 2011, S. 433–453.

Vollständiges Publikationsverzeichnis (PDF)

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/19