Institut für Deutsche Philologie
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Zur Zukunft der Germanistik

Studentische Tagung an der LMU München

01.11.2018 – 01.02.2019

18. und 19. Januar 2019
Professor-Huber-Platz 2, Lehrturm, Raum W401 
(Wegbeschreibung hier)

plakatbild_zukunftgerm

Programm:

FREITAG, 18.01.

14:15 Begrüßung und Einführung
Kay Wolfinger, Marilisa Reisert

14:30 – 15:30 Diskussion: Die Krise der Germanistik
Martin Doerry (Der Spiegel, Hamburg), Rabea Conrad, Immanuel Bach
Moderation: Julia Lebe

15:30 – 16:00 KAFFEEPAUSE

16:00 – 16:45  Die herbeigeredete Bedeutungslosigkeit der Germanistik 
oder die Sehnsucht nach den großen alten Männern
Susanne Reichlin (München)

17:00 – 17:30 Was mache ich mit meinem Genette’schen Werkzeugkasten?
Zu den Chancen und Problemen der standardisierten Erzähltheorie
Oliver Sommer (Frankfurt)

18:00 Lesung: Zwischen Autorschaft und Wissenschaft
Tristan Marquardt, Thomas Meinecke
Moderation: Kay Wolfinger

SAMSTAG, 19.01.

9:30 – 10:00  Facebook, Fake News, Faust
Gegenwärtige und zukünftige Anforderungen an und Herausforderungen für die Germanistik
Ricarda Julia Vodermaier (München)

10:00 – 10:30  Die Frage ist: Was ist die Frage?
Versuch einer Kritik des positivistischen und funktionalistischen Wissensbegriffs
Anne K. Bucka (Würzburg), Marvin Luh (Würzburg/Prag)

10:30 – 11:15 Berichte von der Schulfront
Überlegungen zur Rolle der Germanistik für das Fach Deutsch
Martin Euringer (Ingolstadt)

11:15 – 11:45 KAFFEEPAUSE

11:45 – 12:15  Deutsch für Manager
Über einige Tendenzen der Entwicklung des Deutschunterrichts
Georg Huber, Simon Schkade (München)

12:15 – 13:00 „Die Germanistik hat keine Perspektive!“
Optimistische Einschätzungen zur Zukunft des Faches
Marcel Schellong (München)

13:00 – 14:30 MITTAGSPAUSE

14:30 – 15:45 Diskussion: Die Teile und das Ganze
Susanne Lüdemann (Neuere deutsche Literatur), Oliver Schallert (Linguistik), Beate Kellner (Mediävistik)
Moderation: Marilisa Reisert, Jakob Liebig, Rabea Conrad

15:45 – 16:15 KAFFEEPAUSE

16:15 – 16:45  Interkulturalität als Chance
Am Beispiel der französischen Germanistik
Maxime Boeuf (Tübingen/Aix-Marseille)

16:45 – 17:15 Germanistik in Israel
Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Tamar Gutfeld (Jerusalem)

17:15 – 18:00 Germanistik als Partnervermittlung?
Wissen, Kompetenz und Leidenschaft eines Hochschulstudiums
Oliver Jahraus (München)

18:00 – 18:15 PAUSE

18:15 – 19:00 Bilanz und Ausblick
Frauke Berndt (Zürich)

 

Beschreibung:

"Den Germanisten geht ein bisschen die Puste aus. […] Wer hat eigentlich entschieden, dass dieses Land mehr als 3000 Germanisten braucht?"

Mit seinem Artikel im Spiegel (6/2017), aus dem dieses Zitat stammt, hat Martin Doerry erneut die Debatte um die Relevanz der Germanistik und des dazugehörigen Studiums entfacht. Es scheint, als befinde sich das Fach (wieder einmal) in einer Krise, was sich auch an sinkenden Studierendenzahlen bemerkbar macht.


Im Rahmen einer studentisch organisierten Tagung am 18./19. Januar 2019 an der LMU München wollen wir uns deshalb einer Krisendiagnose widmen: Was macht unser Fach heute noch wichtig und für Studierende attraktiv? Welches Selbstverständnis hat die Germanistik? (Wie) lassen sich die drei Teilbereiche – Linguistik, Mediävistik und neuere deutsche Literatur – in ein Fachganzes integrieren?

Auch möchten wir in die Zukunft blicken: Was sind die Perspektiven, was die neuen oder alten Anforderungen? Welche Chancen bietet das Studium und welche Horizonte eröffnet es? Welche Rolle kann und will die Germanistik in der Gesellschaft tragen?

Um uns diesen Fragen zu nähern und zu einem produktiven Austausch zu gelangen, möchten wir Studierende, Lehrende und außeruniversitär tätige Germanist*innen im Rahmen unserer Tagung zusammenbringen. Das Profil des Faches soll geschärft werden, indem es von verschiedenen Perspektiven beleuchtet und ein Raum für kontroverse Diskussionen geschaffen wird. Wir möchten hierfür das Fach in seiner Historie, seiner Genese, seinen Schwerpunkten und in seinen ausgebildeten Arbeitstechniken nachzeichnen. Eine Leitfrage wird unter anderem sein, wie gut die Germanistik zwischen den Polen einer Bezogenheit auf die kanonischen Traditionen des Fachs und einer immer größer werdenden Diffusion des Gegenstandsbereichs für die Zukunft gerüstet ist, ob sie einen gesellschaftlichen Debattenbeitrag zu leisten vermag und wie sie die Studierenden angesichts veränderter Rezeptionsgewohnheiten zu faszinieren vermag.

 

Diese Tagung wird finanziert von Lehre@LMU und unterstützt von der Fachschaft Germanistik.