Institut für Deutsche Philologie
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Butz, Magdalena

Dr. des. Magdalena Butz

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
SFB 1369 "Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken"
Teilprojekt C 01

Kontakt

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstraße 3 RG
80799 München

Raum: Amalienstr. 17 / A 201
Telefon: +49 (0)89 2180-4658

Sprechstunde:
nach Vereinbarung

Zur Person

  • geb. 1989 in Landshut
  • 2011‒2014 Studium der Germanistik (Bachelor) an der LMU München
  • 2014‒2016 Studium der Mittelalter- und Renaissancestudien (Master) an der LMU München
  • 2016–2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München im Rahmen der DFG Forschergruppe 1986 "Natur in politischen Ordnungsentwürfen: Antike ‒ Mittelalter ‒ Frühe Neuzeit", Teilprojekt 3: "Natura als kosmische und politische Ordnungsinstanz bei Alanus ab Insulis und in der lateinischen sowie volkssprachlichen Rezeption"
  • seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München im Rahmen des SFB 1369 "Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken", Teilprojekt C 01: "Wachsamkeit und Achtsamkeit. Literarische Dynamiken von Selbstbeobachtung und Fremdbeobachtung in mittelalterlicher deutschsprachiger Lyrik"
  • Juli 2020 Promotion im Fach Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters

Forschung

Dissertation (in Vorbereitung zum Druck)

"Heinrich von Neustadt und die volkssprachige Theologie. Erzählen vom Heil in Gottes Zukunft"

Heinrichs von Neustadt religiöse Reimpaardichtung Gottes Zukunft wurde in der mediävistischen Forschung bislang nur randständig behandelt. Die wenigen Beiträge, die sich mit diesem kurz nach 1300 entstandenen Text auseinandersetzen, kreisen meist um quellen- und textkritische Probleme ‒ oder sind motivgeschichtlicher Natur und fokussieren dadurch lediglich einzelne Passagen der adventus-Dichtung. Unbeantwortet blieben bislang Fragen etwa nach dem Zusammenhang der einzelnen Teile der recht heterogenen Dichtung zueinander und zum Gesamtwerk. Narratologische oder diskursgeschichtliche Studien zu Gottes Zukunft fehlen völlig. Um diesen Desiderata zu begegnen, versucht meine Arbeit induktiv und im close reading Verfahren erstens die spezifische Erzählweise des Textes wie auch Heinrichs von Neustadt kompositionelle Verfahrensweisen zu erschließen. Zweitens analysiere ich den diskursgeschichtlichen Horizont von Gottes Zukunft vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Theologie und Frömmigkeit. Gottes Zukunft greift, so die These, an zahlreichen Stellen Theologumena (bes. christologischer und soteriologischer Natur; Verhältnis von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, von Natur und Gnade; die Doppelnatur Christi; die Notwendigkeit sowie die Art und Weise der Erlösung durch Christus) auf, arbeitet sie um und trägt dadurch diskursiv zur Transformation religiösen Wissens in der Volkssprache bei.

Publikationen

  • Alanus sach daz wunder. Zu Status und Funktion der Anticlaudianus-Paraphrase bei Heinrich von Neustadt. In: Tagungsband 'Alanus ab Insulis und das europäische Mittelalter'. Hrsg. von Beate Kellner und Frank Bezner (in Vorbereitung).
  • Maria an der Grenze zwischen Transzendenz und Immanenz. Überlegungen zur Rezeption des Alanus ab Insulis in Heinrichs von St. Gallen Marienleben. In: Limina – Natur – Politik. Verhandlungen von Grenz- und Schwellenphänomenen in der Vormoderne. Hrsg. von Annika von Lüpke, Tabea Strohschneider und Oliver Bach. Berlin und Boston, 2019, S. 63–92.

Lehveranstaltungen

Übersicht: Lehrveranstaltungen von Dr. des Magdalena Butz in LSF