Institut für Deutsche Philologie
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich
Prof. Dr. Beate Kellner

Prof. Dr. Beate Kellner

Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik
Sprecherin der DFG-Forschergruppe 1986
Dekanin der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Kontakt

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstraße 3 RG
80799 München

Raum: Schellingstr. 3 / RG 404
Telefon: +49 (0)89 2180-3369 (2375)

Sprechstunde:
nach Vereinbarung per E-Mail

Sekretariat

Iwona Stec, Raum 426 A, Tel. +49 (0)89 2180 2375

Zur Person

  • geb. 1963 in Mühldorf (Oberbayern)
  • 1983–1989 Studium der Germanistik, Lateinischen Philologie und Katholischen Theologie in Regensburg und München
  • 1992 Promotion an der LMU München (summa cum laude)
  • 2001 Habilitation an der TU Dresden
  • nach Professuren bzw. Ordinariaten in Göttingen (2002–2004), Dresden (2004–2007) und Zürich (2007–2009) seit 2010 Lehrstuhlinhaberin an der LMU
  • 2010–2013 Vizepräsidentin der LMU für Forschung
  • seit 2017 Dekanin der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
  • seit 2018 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Vollständige Vita (PDF, 159 KB)

Forschungsschwerpunkte

Deutsche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit besonderen Schwerpunkten auf:

  • Minnesang; Sangspruchdichtung; Höfischer Epik
  • Literatur des 16. Jahrhunderts: Rabelais und Fischart
  • Literaturtheorie; Mittelalterliche und frühneuzeitliche Wissensgeschichte; Literarische Anthropologie
  • Beziehungen zwischen lateinischer und volkssprachlicher Literatur
  • Mittelalterliche Naturphilosophie und literarische Naturdarstellungen (u.a. im Rahmen der DFG Forschergruppe 1986: "Natur in politischen Ordnungsentwürfen: Antike ‒ Mittelalter ‒ Frühe Neuzeit")nach oben

Publikationen (Auswahl)

kellner_spiel-der-liebeNeu erschienen! Beate Kellner: Spiel der Liebe im Minnesang, Paderborn 2018 (583 Seiten).

Als Buch der Woche besprochen im Deutschlandfunk

Der deutsche Minnesang ist eine der wichtigsten Ausprägungen der europäischen Liebeslyrik im Mittelalter. Die vorliegende Monographie unternimmt in vielerlei Hinsicht eine Neudeutung dieser hoch artifiziellen Liebesdichtung. Bis heute finden wir oft ein zu eindimensionales Verständnis von Minnesang, nach dem besonders der Hohe Sang auf ein monotones Kreisen um die Unerfüllbarkeit der Liebe festgelegt wird. Unter der Oberfläche eines Zelebrierens von Idealen kann man jedoch ein breites Spektrum von erotischen Phantasmen, Spielarten des Begehrens, Imaginationen von Rache und Gewalt, Drohungen, Voyeurismus, Liebe und Krieg, selbstquälerische Zweifel und Narzissmus entdecken. Diesen Imaginationen geht das Buch ebenso nach wie den Idealisierungen der Dame, den damit verbundenen Verkehrungen der mittelalterlichen Geschlechterordnung und der Reflexion der höfischen Gesellschaft in den Liedern.

Monographien und Sammelbände

  • Grimms Mythen. Studien zum Mythosbegriff und seiner Anwendung in Jacob Grimms 'Deutscher Mythologie', Frankfurt a.M. u.a. 1994 (Mikrokosmos 41).
  • Ursprung und Kontinuität. Studien zum genealogischen Wissen im Mittelalter, München 2004.
  • Menschennatur und politische Ordnung, hg. von Andreas Höfele und Beate Kellner, München 2016; darin auch gemeinsam mit Andreas Höfele die Einleitung, S. 7–13.
  • Natur in politischen Ordnungsentwürfen, hg. von Andreas Höfele und Beate Kellner, Paderborn 2018 (darin auch gemeinsam mit Andreas Höfele die Einleitung).

Aufsätze

  • ein maere wil i’u niuwen. Spielräume der Fiktionalität in Wolframs von Eschenbach 'Parzival', in: Fiktion und Fiktionalität in den Literaturen des Mittelalters. Jan-Dirk Müller zum 65. Geburtstag, hg. von Ursula Peters und Rainer Warning, München 2009, S. 175-203.
  • Konrads von Würzburg Trojanerkrieg. Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen Antike und Mittelalter, in: Poetica 42 (2010) Heft 1-2, S. 81-116.
  • Formen des Kulturtransfers am Hof Kaiser Maximilians I. Muster genealogischer Herrschaftslegitimation, in: Kulturtransfer am Fürstenhof. Höfische Austauschprozesse und ihre Medien im Zeitalter Kaiser Maximilians I., hg. von Matthias Müller, Karl-Heinz Spieß und Udo Friedrich, Berlin 2013 (Schriften zur Residenzkultur 9), S. 52-103.
  • 'Nemt, frowe, diesen cranz'. Zum Hohen Sang Walthers von der Vogelweide, in: PBB 135 (2013) Heft 2, S. 184-205.
  • Literatur als Symposion. Zu François Rabelais' Gargantua und Johann Fischarts Geschichtklitterung, in: Poetica 47 (2015), S. 195–221.
  • Allegorien der Natur bei Alanus ab Insulis – mit einem Ausblick auf die volkssprachliche Rezeption, in: Schriftsinn und Epochalität. Zur historischen Prägnanz allegorischer und symbolischer Sinnstiftung, hg. von Bernhard Huss und David Nelting, Heidelberg 2017, S. 113–143.

Vollständiges Publikationsverzeichnis (PDF, 177 KB)

nach oben

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/19

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Lehrstuhl